Akupunktur

Die Akupunktur ist eine aus China stammende Thera- pieform, die ihre Wurzeln im System der Traditionellen Chinesischen Medizin von vor etwa 2.000 Jahren hat. Den Erkenntnissen dieser Medizin zufolge durchfließen Energiebahnen aus Körper- Qi, die sogenannten Meri- diane, den Körper. Qi ist eine Form von Lebenskraft oder Lebensenergie. Durch verschiedene Punkte der Haut wird mittels äußerer Reize, dem Einstechen der Nadeln in die Haut, Einfluss genommen auf den Ener- giefluss, um einen Überschuss oder einen Mangel an Qi auszugleichen.

 

Wann und wie wird die Akupunktur eingesetzt?

Akupunktur ist ein Verfahren, welches zur Schmerztherapie, zur Stärkung des Organismus sowie zur Behandlung von Krankheiten angewendet wird.

Eine Behandlung dauert in der Regel 30 Minuten, dabei wird der Patient ruhig und entspannt liegend gelagert.

Es werden Einweg-Stahlnadeln verwendet, welche gerade oder schräg eingestochen werden. Die Dicke einer solchen Stahlnadel entspricht in etwa der eines kräftigen Haares, wodurch die Akupunkturstiche weit weniger schmerzhaft sind als die mit den herkömmlichen Nadeln. Nach dem Einstich macht sich ein Wärmegefühl oder ein Kribbeln im Bereich des Akupunkturpunktes bemerkbar.

Begleitend zur Akupunkturbehandlung kann auch die Hydro-Jet-Massage angewendet werden.

 

Welche Nebenwirkungen und Risiken gibt es?

- die Einstichstellen können an manchen Punkten etwas schmerzhaft sein.

- es können sich Hämatome (Bluterguss) an der Einstichstelle bilden.

- es können nach dem Entfernen der Nadeln vereinzelt Blutstropfen austreten.

- es treten gelegentlich Rötungen, Brennen und Schweißaustritt sowie Schwindelgefühle auf.

- einige Medikamente, wie zum Beispiel Kortison, können die Wirkung der Akupunktur beeinträchtigen. Das ist vor allem bei hohen Dosierungen über lange Zeit der Fall.

- auch Bäderkuren und intensive Bestrahlungen bei Krebs können die Akupunktur stören. In diesen Fällen sollte einige Wochen gewartet werden, ehe mit der Akupunktur begonnen wird.

 

Wann sollte keine Akupunktur durchgeführt werden?

- bei Erkrankungen der Haut (Ekzeme, Nesselsucht, Dermatitis, usw.).

- bei bestimmten Nervenkrankheiten und Sensibilitätsstörungen der Haut (z.B. Poly-             neuropathien).

- bei schweren psychischen Störungen (z.B. Schizophrenie, Manie, Wahn).

- bei bestimmten Tumorarten.