Nachbehandlung des Impingement-Syndroms

Nach der ersten Zeit der Schonung sollte der Arm früh möglichst mit Hilfe von Physiotherapie wieder bewegt werden. Gerade bei der Schulter kann es durch längere Ruhestellung zu Verwachsungen der Gelenkkapsel kommen, die die Bewegungsfreiheit dauerhaft einschränken.

Direkt nach der Operation werden über kühlende Maßnahmen sowohl die Schmerzen nach dem Eingriff gelindert als auch gleichzeitig eine zu ausgedehnte Schwellung des Weichteilgewebes verhindert. Außerdem kann es zu diesem Zweck notwendig sein, bestimmte abschwellende oder schmerzlindernde Medikamente zu verordnen.

Meist erfolgt bereits am 1. postoperativen Tag eine physiotherapeutische Nachbehandlung, die am Anfang in einem passiven Durchbewegen durch den Physiotherapeuten besteht. Während der ersten postoperativen Phase wird der Arm mit Hilfe einer Armschlinge ruhig gehalten. Der Arm wird dabei vom Körper abgewinkelt gelagert, man nennt dies Abduktion. In dieser Stellung ist die Gelenkkapsel des Schultergelenkes straff. Würde der Arm direkt am Körper fixiert werden, würden Teile der Gelenkkapsel Falten bilden, die miteinander verwachsen können. Dadurch würde jedoch die Bewegung dauerhaft eingeschränkt werden. Die Bezeichnung hierfür ist frozen shoulder (eingefrorene Schulter).

Neuerdings werden neben diesen Maßnahmen auch häufig sogenannte Motorbe- wegungsschienen -> CPM-Maschinen (kurz für: Continous Passive Motion) eingesetzt. Der Arm wird hierbei in einer elektrisch angetriebenen Bewegungsschiene gelagert und eine passive Durchbewegung des Armes eingeleitet. Der Physiotherapeut wird Ihnen die Anwendung und verschiedenen Einstellungen erklären, so dass Sie die CPM-Maschine auch selbständig zu Hause anwenden können. Erfahrungen zeigen, dass dies die meisten Patienten als sehr angenehm empfinden.

Möglichst früh sollte auch eine Physiotherapie mit aktiven Bewegungen des betroffenen Armes erfolgen. Allerdings muss dem Gewebe auch eine gewisse Heil- und Schonfrist gegeben werden. Meistens beginnt die Physiotherapie mit aktiven Übungen ca. sechs Wochen nach der Operation.