Rotatorenmanschettenriss

Die Rotatorenmanschette besteht aus vier Muskeln:

  1. Musculus infraspinatus
  2. Musculus supraspinatus
  3. Musculus subscapularis 
  4. Musculus terres minor

Sie verbinden den Oberarmkopf mit dem Schulterblatt. Über diese Muskeln wird das Schultergelenk stabilisiert und der Arm rotiert bzw. zur Seite abgespreizt.

Ein Rotatorenmanschettenriss betrifft die Sehne des Muskels. Meistens ist die Supraspinatussehne aufgrund ihrer anatomischen Lage zwischen Oberarmkopf und Schulterdach betroffen. Häufig ist die Sehne durch Degeneration und eines Impingement-Syndroms vorgeschädigt.

Typischerweise ist der Rotatorenmanschettenriss eine Erkrankung, die ab der Lebensmitte gehäuft auftritt. 

Meist ist der Auslöser der Versuch einen schweren Gegenstand zu heben.

Dem akuten Ereignis sind in der Regel über einige Zeit bestehende Beschwerden in der Schulter vorangegangen. Vergleichbar ist das mit einem Seil, das einen Eimer hochzieht und dabei über eine Felskante läuft. Mit der Zeit dünnt das Seil immer weiter aus, bis der Eimer zu schwer beladen wird und es reißt. Deshalb kann nach einem Rotatorenmanschettenriss der betroffene Arm auch nur sehr schwer oder unter Umständen gar nicht angehoben werden.

Bei jüngeren Menschen kann z.B. ein Unfall eine Ursache für einen Sehnenabriss sein. Beispielsweise geschieht dies durch den Versuch einen schweren Gegenanstand aufzufangen oder zu heben, dessen Gewicht die Tragkraft des Muskels übersteigt.